Knopf auf Spitz

Nachdem Torsten am Morgen wie immer gen ICD loslief (heute kam meine Lieblingsfliege bei ihm zum Einsatz) musste erstmal der Kühlschrank wieder aufgefüllt werden. Auch in Dresden scheinen Fußgänger Menschen 2. Wahl zu sein, gerade für abbiegende Autos. Mit grell-grüner Jacke war ich eigentlich nicht zu übersehen, musste aber mit einem ordentlichen Sprung einem übermotivierten und -motorisierten Autofahrer ausweichen. Da hatte ich ziemlich Puls … und der Typ hintern Steuer Glück, daß ich nicht motorisiert … und die volle Einkaufstasche zu schwer zum Werfen war …

Seit ein paar Tagen meldet sich die Schlüsselbatterie des Audis mit der freundlichen Bitte, sie doch mal auszuwechseln. Auch dieser Punkt landete auf meiner Shoppingliste – vielleicht sind CR2032 ja bei Saturn nicht ausverkauft (oder nur in 18-er Packs erhältlich)

Bei mir war vormittags eine erste Shopping-Pirsch angesagt und ich hatte am Wochenende einen kleinen Laden mit Woll- und Leinenmode in der Schlossstrasse gesehen; mit interessanten Oberteilen in markantem Design, keinem kurzzeitigen Modetrend folgend und hergestellt in Deutschland. Am Ende verließ ich den Laden mit drei wunderbaren Teilen und beglückwünschte mich dafür bei einem sehr leckeren Chocolate Macchiato am Altmarkt zu einer erfolgreichen Pirsch.

Mein nächstes Ziel des Tages war das Stadtforum Dresden. Dort stellt die Stadt die Entwürfe von Carola 3.0 aus und ich wollte mir die Modelle dort mal in drei Dimensionen anschauen. Neben den vier in der Diskussion befindlichen Modellen ist auch die Carola 2.0 ausgestellt. Natürlich war die Version 2.0 nur ein Zweckbau und lässt sich nicht mit den vier Vorschlägen vergleichen. Leider sind die Modelle nicht so ausgestellt, daß man sie auf dem Foto besonders gut vergleichen kann. Dafür steht für jeden Entwurf eine Stellwand mit weiteren Infos und Fotos im Forum. Von den Modellen und den ausgehängten Fotos gefiel mir ein Vorschlag am Besten (der, für den ich auch online gestimmt hatte).

Auf dem Weg zurück zur FeWo, so gegen 14h, zogen dunkle Regenwolken auf und Torsten hatte sich noch immer nicht gemeldet. Ein schlechtes Omen? Am Brett wartete in der heutigen 4. Runde wieder keine Laufkundschaft auf ihn – schon wieder ein Spieler mit einer ELO über 2.000. Daher hatte ich eigentlich auch keine wie-auch-immer-Meldung von ihm vor 14h erwartet. Je länger Torsten nämlich gegen einen starken Gegner im Spiel bleibt, desto höher sind seine Chancen auf eine Punkteausbeute. Ausnahme: die 6-Stunden-Verlust-Partie in Bregenz, die er wegen zu übermütigem Spiel doch noch verloren hatte. Aber: danach hat er das Buch „Glück im Schach“ von mir bekommen und hat das Kapitel „Ich, ich, ich“ (hoffentlich) verinnerlicht. Am Ende, nach fast 5,5 Stunden wurde es doch nix mit einer Ausbeute. Es stand sozusagen Knopf-auf-Spitz mit dem schlechteren Ende für Torsten. Sein Gegner meinte danach, es wäre die schwerste und spannendste Partie seiner Schachkarriere gewesen … Also hat meine Lieblingsfliege heute leider nichts bewirkt. Damit wird morgen meine Zweit-Lieblingsfliege zum Einsatz kommen und Torsten hoffentlich Glück bringen.

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