Windstille & ein paar Wolken:

Windstille herrschte gestern Abend auch in Augsburg, im Sturm der Fussballnationalmannschaft …

Als ich mich am nächsten Morgen so gegen 10h30 in Nr. 2.108 einrichten wollte, hörte ich schon von weitem laute Geräusche. Die Gemeinde Büsum hatte das Reinigen der Steine an der Uferkante auf der Liste. Mit viel Hingabe wurde dies in Angriff genommen und ich hoffte nur, daß der Wasservorrat für den Dampfreiniger doch bitte baldmöglichst aufgebraucht sein würde. 

Die Sonne versuchte sich heute leider vergebens gegen die Wolken durchzusetzen und erhielt auch keine Unterstützung vom Wind. Schade eigentlich für den 2. Strandkorbtag.

Auch seeseitig war einiges los. Von unseren dänischen Zimmernachbarn Klaus und Susanna hatte ich gehört, daß im Watt vor Büsum gerade Kabelverlegearbeiten stattfinden, mit der Herausforderung, diese Arbeiten auf die Tide abzustimmen. Klaus ist in dieses Projekt involviert und ist scheinbar für die Einsatzplanung der Arbeitsschiffe zuständig. Heute Mittag fuhren zwei davon raus. Auf dem vorderen Schiff sieht man Wohncontainer, scheinbar bleiben die Arbeiter mehrere Tage draußen auf der Baustelle. Wäre nicht mein Traumjob.

Torstens heutige Herausforderung im Watt’n Hus kam aus Husum und ist mit einer Wertungszahl von 2.150 weit weg von einer Laufkundschaft. Bei Torstens Spielweise könnte es entweder eine unspektakuläre und damit windstille Partie werden oder es wird richtig stürmisch; auf jeden Fall hoffe ich, daß sich nicht allzu viele Wolken über seine weißen Steine zusammenziehen. Immerhin treffen damit an Tisch 22 mal zwei Schleswig-Holsteiner aufeinander. Mit nur 43 Vertretern aus dem nördlichsten Bundesland bei diesen Offenen Seniorenmeisterschaften mit insgesamt 214 Teilnehmern sind die Schleswig-Holsteiner ganz deutlich in der Minderheit. Im vergangenen Jahr verblieb der Titel ausnahmsweise mal in Schleswig-Holstein und auch dieses Jahr hat sich bisher ein Nordlicht in die Spitzengruppe gespielt. Erfahrungsgemäß trennt sich in der fünften Runde häufig die Spreu vom Weizen. Vor der Runde gab es nur noch zwei Spieler mit weißer Weste (sprich: 4 Punkten) und die trafen sich heute an Brett 1.

Auf jeden Fall rechnete ich mit einer längeren Partie – also keinesfalls unter vier Stunden – und widmete mich im Strandkorb dem zweiten Krimi. Gegen 14h45 (also nach fast 5 Stunden) erblickte ich Torsten auf dem Weg zu mir. Bereits sein Gesichtsausdruck ließ nicht unbedingt auf eine Punkteausbeute schließen und so war es dann auch – nach 64 Zügen musste er aufgeben. Sein Gegner bezeichnete die Partie als dramatisch und auch die Analyse von Torsten ergab, dass sich ein Auf und Ab in der Bewertung der Spielsituation ergab. Im 49. Zug setzte Torsten seinen Turm nicht auf das richtige Feld (dann wäre eine Remis-Chance da gewesen). Torsten hatte mit seinem Zug ein Dauerschach gesehen, aber leider den einzigen Verteidigungszug dagegen übersehen. Somit ging die Partie im 64. Zug leider mit einem Verlust zu Ende,

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