Strandkorb oder nicht?

In den vergangenen vier Jahren waren die Strandkörbe in Büsum zu dieser Zeit schon immer komplett abgeräumt. Dieses Jahr findet das Turnier eine Woche früher statt und damit habe ich mal eine Chance, mich dort mit einem Buch einzunisten.

Heute morgen konnte ich mich allerdings nicht so richtig entscheiden: heute Strandkorb oder nicht?

Das war auch nicht die einzig schwierige Entscheidung des Tages, die Zweite hieß „fahr‘ ich am Montag nach Helgoland?“ Meine beiden Wiener Cousinen haben sich für eine komplette Woche auf der Insel eingebucht und reisen am kommenden Dienstag wieder ab. Bei der Entscheidung sitze ich so richtig zwischen Baum & Borke (between a rock and a hard place). Mein Problem: das alte Bäderschiff „Funny Girl“ zeigte sich in der Vergangenheit immer mal von ihrer zickigen Seite. Mit frischer Lackierung (Make Up) kann eine 54-jährige Dame zwar noch wie 20 aussehen, es kommt aber auf die inneren Werte an. Im Oktober 2024 hatte die „Funny Girl“ z.B. auf dem Rückweg nach Büsum einen Totalausfall und trieb bei schlechtem Wetter mehrere Stunden antriebslos auf der Nordsee herum. Sie wurde nach Büsum geschleppt (Ankunft 2h15 statt geplant um 19h, zum Glück ging das Bier nicht aus). Und dieses Jahr im Juni – kurz nach dem Ablegen in Richtung Büsum – fiel der Motor aus und es ging nicht nach Büsum sondern per Schleppung nach Cuxhaven.

Für die Helgoland-Entscheidung gab ich mir bis mittags Zeit und der Strandkorb-Tag ist auf morgen verschoben.

Torsten schob heute die weißen Steine gegen einen scheinbar machbaren Gegner aus dem Münsterland und hat am Brett aber in der Eröffnung komplett falsche Entscheidungen getroffen und konnte sich mühsam in ein Remis retten. Er kam damit ziemlich genervt nach zwei Stunden zurück und meinte, er wäre auch nicht richtig fokussiert gewesen. Ab morgen wird das Feld von hinten aufgerollt ;-))

Beim Minigolf an der Perlebucht war sein Fokus wieder da. Auch wenn Torsten entgegen seiner üblichen Performance neben 5x hole-in-one auch mal eine 7 einstreute, stand es am Ende deutlich 67:56 für ihn. Zur Belohnung zog er sich auf dem Rückweg zwei Fischbrötchen rein. Torsten hat halt immer Hunger … das kennt man ja.

Im Wintergarten vom Lighthouse fand am Nachmittag ein „Tanz Café“ statt, so richtig mit Tanzlehrer. War diesmal ausnahmsweise nix für uns, lieber vom Balkon aus Leutegucken.

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