Nachdem uns gestern das Wetter am Nachmittag mit Sonnenschein und 15°C positiv überraschte, war es heute morgen grau, kalt und windig. Und dieses Wetter führt zu Wellen auf dem See. Die Schwanen- und Entenmütter mussten unter diesen Bedingungen auf ihre Küken achten, die von den Wellen manchmal weit auseinander getrieben wurden.
Torstens Gegner aus der zweiten Runde (der IM von den Faroer-Inseln) sass mit seinem heutigen Gegner bereits nach 45 Minuten in der Lobby und beide analysierten fröhlich ihre Partie. Sie hatten sich wohl sehr schnell friedlich auf ein Remis geeinigt. Sollte ihnen recht sein, denn damit führen sie beide mit 4,5 Punkten das Feld an.
An Tisch 6 wartete heute ein dickes Brett auf Torsten, ein geradesoeben Senior Jahrgang 1966 mit einer Wertungszahl knapp 100 Punkte höher als Torsten. Als 16-Jähriger hatte er in einer Simultanveranstaltung gegen den damaligen Schachweltmeister Anatoli Karpov gewonnen – nur eine Partie von 20 verlor Karpov. Ich schickte ihn mit einem „auch der kocht nur mit Wasser“ in den Turniersaal. Und das zum dritten Mal im selben Outfit und mit dem selben Schreiber (siehe Bemerkungen zum Aberglauben).
Nach 1,5 Stunden guckte ich mal vorbei. Da waren zwar schon die Damen vom Brett, aber noch nix entschieden. Und auch kein wirklicher Wellengang in der Partie. Mit meinem unmassgeblichen Schachwissen könnte es durchaus auf Torstens erstes Remis hinauslaufen.
Und so war es dann auch. Auch wenn ein Outfit-Wechsel nach einem Remis optional ist, wird für morgen ein anderes Hemd, eine andere Fliege und natürlich auch ein anderer Schreiber zum Einsatz kommen.
Morgen, in der vorletzten Runde, wartet wieder ein 2000er auf Torsten und vielleicht kann er sein bisher schon gut gefülltes Punktekonto von 3,5 nochmals erhöhen.

Im Zentrum von Bregenz steht eine mit nur 57 cm Breite leicht zu übersehende Merkwürdigkeit. Nur 7 cm breiter als die Standardbreite eines Handtuch steht in der Kirchenstrasse 29 das schmalste Haus Europas. Ohne die Hausnummer hätten wir es übersehen. Eigentlich ist es mittlerweile nur noch die schmalste *Fassade* in Europa, da es seit ein paar Jahren innen mit den beiden Nachbarhäusern verbunden ist.
Morgen geht es also in die vorletzte Runde beim Bregenzer Senioren-Open. Schaun wir mal…..
