So. Mai 22nd, 2022

Am vergangen Sonntag musste die Verbandsliga-Mannschaft des Elmshorner Schachclubs beim SV Hademarschen antreten und kam mit einem 6:2-Sieg zurück.

Da der „Weiße“ an Brett 5 einen eher ambitionslosen Aufbau im Silizianisch wählte, hatte Patrick Rohde von Anfang an keine Probleme und konnte seine Position stetig verbessern. Folgerichtig kam er irgendwann in Vorteil und brachte den ESC frühzeitig in Führung.

An den Brettern 7 und 8 passierte bei Torsten Noldt und Harm Cording – so der Eindruck des Autors – nicht wirklich viel. Irgendwie war es immer ausgeglichen und als logische Konsequenz endeten beide Partien Remis.

Kevin Mike Hopson am Spitzenbrett führte seinen Gegner frühzeitig mit einer weißen Königswanderung „aufs Glatteis“. Erst ein Doppelzug mit dem einen und dann die exponierte Stellung des zweiten Läufers zeigten, dass Schwarz sich nicht auskannte. Nur wenig später war einer der beiden weg und die Partie faktisch dahin. Der Rest war Technik – 3:1

Birger Ivens an Brett 6 unterlief im Holländisch eine kleine Ungenauigkeit und so musste er in der Folgezeit viele Bauernzüge machen, auch am Königsflügel. Ohne rechten Plan kamen aber weder er noch sein Gegner weiter, so dass am Ende auch an diesem Brett ein Remis zu Buche stand.

Von Torbens Partie an Brett 5 habe ich aufgrund eigener geistiger Anstrengung nur die Italienische Eröffnung mit 4.d3 am Beginn und den Sieg Torbens am Ende mitbekommen. Was dazwischen passierte, wird vielleicht noch nachgeliefert. In jedem Fall war der Sieg damit unter Dach und Fach.

Dr. Wim Lutzke am zweiten Brett fühlte sich nach dem Wolga-Benkö-Gambit zunächst nicht richtig wohl, da der Weiße nur den ersten Bauern nahm und den dann lange auf b5 stehen ließ. Erst nachdem er selbst den Bauern genommen und nach einem Fehler des Gegners ein Tempo gewann, konnte er Druck am Damenfügel ausüben. Es gelang ihm schließlich mit Unterstützung des Fianchetto-Läufers den c-Bauern bis c3 zu bringen und eine Figur zu gewinnen. Der Rest war auch hier Technik.

Patrick Günter (Brett 2) spielte am längsten. Lange mit ausgeglichener Stellung, verpasste er es in einem zähen Endspiel leider den siegbringenden Turmzug rechtzeitig und nicht einen Zug zu spät zu finden. Frustriert einigte er sich auf Remis.

Nach diesem überzeugenden Sieg richtet der Blick auf das nächste Heimspiel gegen den nominellen und punktgleichen Favoriten MTV Leck am 13.12.15 im HdB.

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Von Frank H.