Bezirksklasse West: Itzehoe III – ESC III 5,5:2,5

Es begann damit, dass mir unserer Mannschaftsführer Sven Allerkamp fernmündlich mitteilte, er könne aus familiären Gründen nicht spielen.  Dadurch können wir nur mit 7 Spielern antreten, da er trotz seiner unermüdlichen Bemühungen keinen Ersatz habe gewinnen können.
Einige Minuten bevor ich mich auf den Weg ins HdB zum Treffpunkt aufmachen wollte, die nächste Hiobsbotschaft. Enno sei erkrankt und es sei der zweite Fahrer gewesen…….
Angekommen beim HdB Info an unseren Turnierleiter und das Beste aus der Situation machen. Die Mutter von Dennis Tobias konnte nicht fahren, sie hatte selbst einen Termin. Das Fahrzeug von Christopher ist nicht langstreckentauglich…………  Da geht doch nichts über die gute alte Bahnverbindung Elmshorn-Itzehoe.  Christopher und Frank waren die freiwillig Mutigen, die sich in dieses Abenteuer stützten. Die anderen wagten das Abenteuer, mit mir Richtung Itzehoe zu fahren.
Itzehoe trat zum Heimspiel in Bestbesetzung an. Das bedeutete nicht nur einen um mehr als 300 Punkte besseren DWZ-Durchschnitt – die waren zu acht und wir halt zu sechst.
Aber ungeachtet dessen wurde unverdrossen gekämpft. Mein Gegner am Spitzenbrett überspielte mich langsam aber sicher und der noch verzweifelte Angriffsversuch wurde geschmeidig als wirkungslos widerlegt. Am Ende waren es 3 Minusbauern ohne Kompensation, die mich zur Aufgabe veranlassten.
Frank Hänel war in der wenig glücklichen Lage, als einer der letzten noch Spielenden Elmshorner unbedingt auf Gewinn spielen zu müssen……..  Leider gelang das nicht.
Am 3. Brett hat mich Khalid Hamid Khalid insoweit überzeugt, als er nicht nur seine Angewohnheit, auch lange Partien zu blitzen ablegte, sondern auch eine durchaus ansprechende Leistung zeigte. Gegen den um 543 DWZ besseren Gegner unterlag er am Ende jedoch.
Peter Seyer an Brett 4 spielte seine Routine gekonnt aus, gewann eine Figur, behielt diese und fuhr am Ende souverän einen vollen Punkt für Elmshorn ein.
Für mich der Spieler des Kampfes war Dennis Tobias Rennwandt.  Nicht nur, dass er seinen Gegner (der hatte über 370 DWZ mehr) einen vollen Punkt abnahm, er hat ihn auch mit einem klassischen Läuferopfer auf h6 völlig „an die Wand“ gespielt. Eine mehr als überzeugende Angriffsleistung.

Hier die Stellung, als Dennis auf h6 einschlug und seinen Gegner nach weiteren 10 Zügen zur Aufgabe zwang:

Christopher Basekow spielte gegen seinen nominell überlegenen Gegner mit Turm gegen zwei Leichtfiguren. Am Ende holte er einen halben Punkt für Elmshorn. Dann ging es per Bahn mit Frank zurück Richtung Krückaustadt.
Zusammenfassend haben mich die Spieler mehr als nur überzeugt. Auch, wenn am Ende doch ein deutlicher und verdienter Itzehoer Sieg nicht zu vermeiden war, zeigten sich die Elmshorner Spieler motiviert und kämpferisch!! Danke „Jung‘s“.         Siegfried Bruno Retzke

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