{"id":2334,"date":"2022-10-30T11:17:54","date_gmt":"2022-10-30T10:17:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.elmshorner-schachclub.de\/?p=2334"},"modified":"2022-10-30T11:17:55","modified_gmt":"2022-10-30T10:17:55","slug":"ornella-falke-erreicht-mit-6-punkten-aus-11-partien-platz-33-bei-der-wm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.elmshorner-schachclub.de\/index.php\/2022\/10\/30\/ornella-falke-erreicht-mit-6-punkten-aus-11-partien-platz-33-bei-der-wm\/","title":{"rendered":"Ornella Falke erreicht mit 6 Punkten aus 11 Partien Platz 33 bei der WM"},"content":{"rendered":"\n<p>WM Bericht<br><br>Anfang Juni hatte ich mich \u00fcber die deutschen Jugend Einzelmeisterschaften f\u00fcr die Jugend Weltmeisterschaften U18w in Rum\u00e4nien qualifiziert, wodurch nat\u00fcrlich ein Traum in Erf\u00fcllung ging. Am 5. September war es dann endlich soweit, als ich es selbst kaum glauben konnte um kurz nach 6 Uhr morgens im Flieger zu sitzen. In guter Begleitung mit Keyvan, der ebenfalls teilnahm und Benedict, der Keyvan und mich w\u00e4hrend der WM trainierte und vorbereitete, machten wir uns auf den Weg ins sonnige Mamaia, einer Landzunge direkt am Schwarzen Meer. Die Jugendweltmeisterschaft war nicht nur meine erste Weltmeisterschaft, sondern auch mein erstes Internationales Turnier \u00fcberhaupt und damit ein einzigartiges Erlebnis. Aber was kann es schon Besseres geben, als 2 Wochen am schwarzen Meer Schach zu spielen und sich dabei mit den besten Gleichaltrigen der Welt zu messen? Dementsprechend trat ich meine Reise aufgeregt, aber voller Vorfreude an. <br>Nach einem Zwischenstopp in M\u00fcnchen flogen wir weiter nach Bukarest und wurden anschlie\u00dfend mit einem Bus des Veranstalters zum Hotel gefahren, wo wir nach einem langen Tag bei Sonnenuntergang antrafen. Fast die gesamte deutsche Delegation war im selben Hotel untergebracht, sodass man sogleich auf bekannte Gesichter traf und die ersten Reiseerfahrungen austauschte. <br>Das Zimmer, oder eher Apartment, teilte ich mir mit Catriona und Yaroslava, die ebenfalls f\u00fcr Deutschland antraten, wobei Catriona und ich mit zwei weiteren Deutschen sogar in einer Altersklasse spielten. <br>Am n\u00e4chsten Tag sollte die erste Runde stattfinden und wir alle waren bereit und motiviert, da es endlich losging. Unsere Gegner waren uns bereits am Abend vorher bekannt, sodass wir noch Zeit hatten uns morgens vorzubereiten oder zumindest seelisch darauf einzustellen, da es von meiner Gegnerin aus Israel nur eine Hand voll Partien gab, was die Vorbereitung nat\u00fcrlich erschwerte. Da ich mich auf Rang 36 von 79 auf der Startrangliste und damit knapp der ersten H\u00e4lfte befand, bekam ich nach dem Schweizer Turniersystem eine nominell schw\u00e4chere Gegnerin in der ersten Runde.<br>Der Spielort lag einige Kilometer vom Hotel entfernt und die Teilnehmer waren insgesamt auf 6 verschiedene Hotels verteilt, sodass die Spieler jeden Tag mit Bussen zum Spielort gefahren wurden. <br>Das Exhibition Centre Constanta, welches als Spielort diente, war eine gro\u00dfe Halle in der alle Altersklassen und Gruppen zusammen Platz fanden. An der Decke hingen die Flaggen der \u00fcber 70 Nationen, die teilnahmen. Es war schon ein interessanter Eindruck so viele Spieler aus unterschiedlichen L\u00e4ndern mit ihren verschiedenen Trikots zu sehen und ihre verschiedenen Sprachen so durcheinander zu h\u00f6ren. <br>Von der Er\u00f6ffnungszeremonie konnte man leider, teils aufgrund der schlechten Audioqualit\u00e4t und teils aufgrund des starken Akzentes, nicht immer alles verstehen. Die Bruchst\u00fccke, die wir zu h\u00f6ren bekamen, bestanden meistens aus den W\u00f6rtern \u201eproud\u201c und \u201eromania\u201c oder \u201ewe welcome you\u201c und nochmals \u201eproud\u201c. Als Gastgeschenk vor der Partie bekam jeder einen Briefumschlag mit einem QR-Code f\u00fcr ein individuelles NFT, den ich leider bereits nach der ersten Runde am Brett vergas. <br>In der ersten Partie konnte ich meine Favoritenrolle behaupten und setzte mich mit den schwarzen Steinen gegen die israelische Spielerin Tal Zusman durch. Das war nat\u00fcrlich ein perfekter Start in die Weltmeisterschaft. Wieder im Hotel angekommen rundete ich den Tag mit einem Spaziergang am Schwarzen Meer ab, von denen es noch einige geben sollte. <br>Da die Runden jeden Tag erst um 15 Uhr begannen, war morgens noch reichlich Zeit f\u00fcr die Vorbereitung. Und schon bald pendelte sich Routine in den Tagesablauf ein, die darin bestand direkt nach dem Fr\u00fchst\u00fcck im Schwarzen Meer zu schwimmen und sich anschlie\u00dfend bis zur Partie vorzubereiten.<br>Nachdem die Vorbereitung, wie man es sich nur h\u00e4tte ertr\u00e4umen k\u00f6nnen, aufs Brett kam, verwertete ich auch in der zweiten Partie meinen Vorteil gegen eine indonesische Spielerin, die wie sich sp\u00e4ter herausstellte, flie\u00dfend deutsch sprach, und holte damit meinen zweiten Punkt. <br>Abends im Hotel analysierten wir in der Regel noch unsere Partien, um aus unseren Fehlern zu lernen oder unsere \u201eglorreichen\u201c Siege zu zeigen. Meistens spielten wir dann noch etwas Blitzschach gegeneinander, was mich nach einem bitteren Verlust besonders aufheiterte und f\u00fcr die n\u00e4chste Runde motivierte. Die 3. Runde war so ein Verlust, gegen eine starke spanische Spielerin. Nach einem interessanten Qualit\u00e4tsopfer von mir, k\u00e4mpften wir eine ganze Zeit auf Augenh\u00f6he, bis ich einen Fehler machte und mich in ein verlorenes Turmendspiel verwickelte. <br>In der 4. Runde war es dann soweit und ich musste gegen die deutsche Meisterin Jana Bardorz spielen. Ich muss zugeben, dass wir beide nicht besonders erpicht auf dieses nationale Duell waren, zumal wir bereits mindestens 4 Turnierpartien gegeneinander gespielt hatten. Ich hatte gehofft, dass uns eine weitere immerhin bei der WM erspart bleibt. Jana spielte stark und gewann letztendlich die Partie. <br>W\u00e4hrend meine Gegnerinnen bisher aus Israel, Indonesien, Spanien und Deutschland kamen, erg\u00e4nzte sich die Liste in den n\u00e4chsten Runden um die Ukraine, Serbien, Rum\u00e4nien nochmals Spanien, sowie sp\u00e4ter auch noch um die Slowakei, Frankreich und Vietnam, und wurde somit nie langweilig. <br>Im Gegensatz dazu mussten wir bereits am 3. Tag aufst\u00f6hnen als wieder Pommes auf der Speisekarte stand. Tats\u00e4chlich bot das Buffet im Hotel nicht viel Abwechslungsreichtum, weshalb wir umso mehr auf das umfangreiche Kuchenangebot, welches es zu allen Mahlzeiten gab, zur\u00fcckgriffen, was die morgendlichen Schwimmeinheiten nat\u00fcrlich umso dringlicher machten ;). <br>In den folgenden 4 Runden holte ich wieder 2 Siege und 2 Niederlagen und hatte damit ein sehr ausgeglichenes Ergebnis. Zudem war unsere Stimmung auf dem Zimmer ebenso wie bei der Vorbereitung mindestens so gut wie das Wetter. \u00dcber die gesamte Zeit regnete es vielleicht einmal, w\u00e4hrend ansonsten immer sommerliche Temperaturen herrschten und damit perfektes Badewetter. <br>In der 9. Runde konnte ich noch einen Sieg holen, und beendete das Turnier mit 2 Remisen in den letzten beiden Partien. Damit landete ich zum Schluss mit 6 Punkten 3 Pl\u00e4tze \u00fcber meinem Startrang auf Platz 33. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte immer Einiges besser laufen k\u00f6nnen und ich habe einige Chancen in meinen Partien verpasst. Dennoch konnte ich mehr als die H\u00e4lfte der Punkte holen und bin insgesamt zufrieden mit meinem Ergebnis und den meisten meiner Partien, zumal ich die bestplatzierte Deutsche in meiner Altersklasse wurde. Au\u00dferdem konnte ich unglaublich viel von Benedict bei der Vorbereitung lernen ebenso wie aus meinen Partien. <br>Besonders in unserer Delegation hervorstachen Marius Fromm (U18) und Charis Peglau (U14w) welche Bronze und Silber in ihren Altersklassen holten, sodass wir bei der Siegerehrung nochmal ordentlich applaudieren konnten. Den letzten Abend lie\u00dfen wir dann noch mit einigen Spielen wie Werwolf und nat\u00fcrlich noch mehr Schach ausklingen, wobei wir die letzten 2 Wochen nochmal Revue passieren lie\u00dfen. <br>Es war eine sehr coole und erlebnisreiche Zeit, f\u00fcr die ich besonders meinem Verein und meinen Trainern sehr dankbar bin. Es war ein unvergessliches Erlebnis, von dem ich schachlich viel mitnehmen konnte. <br><br>Zu den Ergebnissen: https:\/\/chess-results.com\/tnr655570.aspx?lan=0&amp;art=4&amp;turdet=YES&amp;flag=30<br>Weitere Informationen und Bilder: https:\/\/worldyouth2022.com\/photo-gallery\/opening-ceremony\/<br><br>Einige weitere Eindr\u00fccke aus Rum\u00e4nien<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"483\" height=\"363\" src=\"https:\/\/www.elmshorner-schachclub.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2339\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"431\" height=\"575\" src=\"https:\/\/www.elmshorner-schachclub.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2340\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"492\" height=\"369\" src=\"https:\/\/www.elmshorner-schachclub.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/image-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2341\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>       <br> <br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WM Bericht Anfang Juni hatte ich mich \u00fcber die deutschen Jugend Einzelmeisterschaften f\u00fcr die Jugend Weltmeisterschaften U18w in Rum\u00e4nien qualifiziert, wodurch nat\u00fcrlich ein Traum in Erf\u00fcllung ging. 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