Wrist-Kellinghusen gegen ESC II

Am Freitag, 13.11.15 durfte die zweite Mannschaft des ESC gegen Wrist-Kellinghusen I antreten, um die dritte Runde der Bezirksliga auszutragen. Da Wrist mit der bestmöglichen Aufstellung antrat, versprach die Begegnung einige interessante Partien.

An Brett 1 führte Isaak Falke gegen Sören Koop die weißen Steine. In der eigentlich ruhig angelegten d4-Partie kam Isaak unter Druck, drohte allerdings die schwarze Dame auf a1 zu fangen. Sören beantwortete diese Drohung durch ein Opfer, konnte seine Dame dadurch auf die geschwächte weiße Rochade bringen und baute einen Angriff auf den weißen Monarchen auf. Durch geschickte Verteidigung gelang es Issak den Angriff aufzuhalten. Die entstandene Stellung verflachte und Partie endete im späteren Verlauf Remis.

Michael Kordts gegen Alex Kossinz (schwarz) lautete die Paarung am zweiten Brett. Alex fand aus der slawischen Eröffnung keinerlei Gegenspiel und musste mit ansehen wie Weiß seine Stellung Zug für Zug ausbaute. In Folge der fehlenden Möglichkeiten verlor Schwarz erst Material und später die Partie.

Wolfgang Kuhlmann spielte am dritten Brett gegen Sven Wittkamp eine von beiden Seite aggressiv geführte Partie, in der beide Seiten das Zentrum blockierten und die Verwicklungen an den Damenflügel verlagerten. Leider unterlief Wolfgang ein Fingerfehler, der einen Turm kostete und auch zur sofortigen Partieaufgabe führte.

An Brett 4 saß Roland Falke als Nachziehender Olaf Schmidt gegenüber. Nach mehrfachem Abtausch entstand ein gleichfarbiges Läuferenspiel mit jeweils 5 Bauern. Allerdings hatte Roland einen Freibauern auf e5, der durch den wesentlich aktiveren schwarzen König unterstützt wurde. Nach einem Bauerngewinn von Schwarz auf c3, parierte Weiß den drohenden Durchmarsch des Freibauern falsch und gab die Partie auf.

An Brett 5 kam Moritz Otto gegen Andreas Thomas zu einer aussichtsreichen Stellung (drohender Damengewinn), übersah leider ein Figurenopfer von Schwarz. Um seinen Angriff fortzusetzen, opferte Weiß eine weitere Leichtfigur. Schwarz konnte den Angriff aufhalten. Im sich anschließenden Endspiel fehlte Weiß das Material um die Stellung halten zu können.

Die Stellung an Brett 6 war lange Zeit ausgeglichen zwischen Horst Pollok und Ulf Beckmann. Der Elmshorner verbrauchte viel Bedenkzeit, konnte dafür seine Stellung Zug für Zug ausbauen. Dieser Stellungsausbau führte erst zu einem Qualitätsgewinn und im weiteren Verlauf zu einem Mehrturm. Leider übersah Schwarz ein drohendes Dauerschach, welches zum Remis führte.

An Brett 7 konnte sich Arnim Schwittay mit weiß gegen Werner Lützen eine Wunschstellung erspielen. Schwarz konnte aufgrund des starken Bauernzentrums von Weiß kein Figurenspiel entwickeln. Durch Unachtsamkeit von Weiß gelang es schwarz ein Gegenspiel am Damenflügel zu initiieren. Um einen drohenden Bauernverlust von Schwarz zu verhindern, wurde die schwarze Dame zur Deckung des Bauern herangezogen, leider fehlte für den vorher von der Dame gedeckten Springer die Absicherung. Dieses unfreiwillige Geschenk nahm der Elmshorner dankbar an. Durch einen unbedachten Zug von Schwarz konnte der weiße Springer nach c6 gelangen und die halboffene c-Linie verschließen. Trotzt der mittlerweile getauschten Damen und der Mehrfigur schaffte es weiß sich in eine problematische Stellung zu bringen. Nach Lösung des Problems (Opfer eines Turmes gegen Springer), konnte die Partie zu Gunsten von Elmshorn entschieden werden.

Den schwersten Gegenüber hatte Sven Mohr mit Börge Koop (weiß) an Brett 8. Sven kam mit der Eröffnung nicht zurecht und mußte Zugeständnisse in Form von Doppelbauern und eines eingesperrten Läufers auf c8 machen. Zusätzlich konnte Weiß sein Läuferpaar wirkungsvoll einsetzen. Nachdem der weißen Turm auf die achte Reihe eingedrungen war, sich den Läufer auf c8 einverleibt hatte, blieb Sven nur die Aufgabe.

Als Fazit bleibt den Wristern zum 5 : 3 Sieg zu gratulieren, auch wenn die eine oder andere Partie hätte anders ausgehen können und müssen.

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